Klippenspringer auf Nordnordwest

 

Strafraumsegeln für die BSG: Klaus feiert Geburtstag

 

Montagabend, Training der BSG, kurz vor 20 Uhr: Gemütliches Eintreffen der Kicker. Nur ein Spieler testet schon seit zwanzig Minuten die Untiefen des Kunstgeläufs – Klaus.

 

Seit Oktober "Babelsberger Montage" statt "Kieler Woche": Klaus beim Ballstreicheln

 

Vielleicht muss er sich mit dem für ihn noch immer ungewohnten Element vertraut machen. Wohl fühlt sich Klaus nämlich auch auf und im schwach salinen Wasser, an der südwestlichen Ostsee ist er groß geworden. Nach einer beruflichen Odyssee (!) über Hamburch, Magdeburch, Brandenburch – er hatte zumindest immer ausreichend Süßwasser in Reichweite – zog es ihn havelabwärts nach Potsdam. Statt „hallo Robbie“ ruft Klaus jetzt „hallo Leo“– und hat neben seiner Lieblingsfarbe „hansablauweiß“ eine neue Primärfarbenkombination entdeckt: „BSG-rot-gelb-blau“.

 

Am 8. Juli wird Klaus 31 – die BSG gratuliert herzlich.

 

 

Die Sieben nullt

 

Sven wird 40

 

„Ich will hier kein Debakel erleben“: Sven sorgte sich zurecht, war doch die Partie im Wolfgang-Drescher-Pokal das erste Pflichtspiel der BSG Spielverständnis überhaupt. Und das ausgerechnet auf Großfeld und Naturrasen, gegen einen unbekannten Gegner – bislang hatten die Potsdamer nur mit und gegen sich gespielt. Ganz so blamabel wie Sven befürchtete, endete das Spiel gegen OFC Hinkebein Falkensee dann doch nicht. Und der Stoßstürmer der BSG erzielte immerhin drei Tore.

 

Blond, blonder, am blondesten: Sven und der Rest nach dem Oktoberfestbesuch in Ruhlsdorf (2006)

 

Hoher Abschlag auf Sven. Das war auch in den Ligaspielen der Premierensaison 2006/2007 das einzige Spielkonzept der BSG – bis zur Rückrunde, als alle Hinrundenpartien absolviert waren und die Gegner endlich die Taktik der BSG durchschauten. Ab sofort sollten Abschläge über die Mittellinie mit Freistößen geahndet werden. Spielaufbau mussten die Oranjes jetzt lernen, dazu Balleroberung und Ballverteidigung. Wie, das zeigte Sven; bald verpassten ihm die Ligakonkurrenten aus Fahlhorst einen Spitznamen, der auch Anerkennung ausdrückt: „die blonde Sau“.

 

Bei der kleinen Hertha aus Zehlendorf hatte Sven gelernt, wie man sich auf dem Platz Respekt verschafft. Carsten Ramelow war Mitspieler und Mitfahrer – der Vater chauffierte beide nach dem Training nach Hause. Während der eine später Champions League für Vizekusen spielen durfte, entschied sich der Andere in der Freizeitliga für Potsdam zu kicken: Der sportliche Ehrgeiz war bei Beiden auf beständig höchstem Niveau. Sven war übrigens der erste Westberliner, der für die BSG spielte. Für alle Ligaspiele der BSG besaß sein Vater eine Dauerkarte – als Vorsitzender des ersten Fanclubs der BSG und des ligaweit wohl kleinsten.

 

Verletzungsbedingt läuft die „7“ nicht mehr auf. Aber Sven hat angekündigt, wieder zu kommen – wir hoffen es, auch wollen wir unbedingt die überraschten Gesichter der Gegner sehen – „Blondie is back“.

 

Herzlichen Glückwunsch, Sven, bis bald.

 

 

Debütantenballtänzer

 

Maik endlich spielberechtigt für die „Ü30“

 

Was verbindet Paolo Rossi, Andreas Brehme und Maik? Nun, die Drei feierten im Alter von 29 Jahren ihre größten sportlichen Triumphe: Rossi und Brehme wurden Fußballweltmeister, Maik debütierte am 3. März in der Freizeitliga Havelland-Mitte – und das mit einem Sieg der BSG gegen den Dauer-Ligaletzten aus Schenkenhorst.

 

Kann Rot tragen: Maik (mit Klaus, mit dem er Job und Ball teilt)

 

Das erste Mal gegen den Ball trat Maik übrigens auf dem Bolzplatz von Teschendorf, er war einer von gut achthundert Bewohnern des Dorfes im Landkreis Oberhavel. Mit dem Umzug in die große Stadt lockte der große Fußball. Er brachte Klaus mit. Und auch mit ihm teilt Maik einiges: Aus Schrott Kohle machen – so verdient er sich sein Geld. Aus aussichtslosen Situationen ein Tor erzielen – damit hat Maik sich die Berufung für den BSG-Kader erarbeitet.

 

In seinem Alter haben andere einen Fußballverein gegründet. Das muss Maik nicht mehr – nochmals ein herzliches Willkommen. Seine Spielberechtigung für die Ü30 der BSG Spielverständnis hat er jetzt qua Geburtsdatum erhalten:

 

Maik wird am 30. 30, wir gratulieren.

 

 

Der kleine Fuß Gottes

 

ESF feiert Geburtstag

 

22. Juni 1986, WM-Viertelfinale in Mexiko: Nach dem göttlichen Handtor führt Argentinien gegen England. Plötzlich nimmt Diego A. Maradona den Ball und startet sein unglaubliches Solo, jeden seiner Gegenspieler dribbelt er aus, zuletzt umkurvt Maradona den herausstürzenden Torwart und schiebt den Ball zum Zwei-Null ein; „un gol como un poema!“, brüllt ein argentinischer TV-Reporter – „ein Tor wie ein Gedicht“.

 

Potsdam-Babelsberg, an einem Montagabend auf dem Trainingsgelände des SV Babelsberg am Karl-Liebknecht-Stadion: Ein Spieler, von der Statur her dem Fußballgott aus Südamerika durchaus ähnlich, scheint das Tor des (20.) Jahrhunderts nachspielen zu wollen; auch ihm klebt der Ball am Fuß, auch er sucht den Abschluss und trifft: Es ist Andreas, Gründungsmitglied der BSG Spielverständnis Potsdam und seit der Weihnachtsfeier von 2007 Ehrenspielführer des Freizeitkickervereins - also einer Auszeichnung, die zum Beispiel der DFB verdienten Kickern wie Uwe Seeler oder Bettina Wiegmann verleiht. Diese Ehrenamt verkörpert Andreas mit Würde und Stolz: sein Markenzeichen ist das Abschreiten des Platzes mit hinter dem Rücken verschränkten Armen –  natürlich während die Partie läuft – nur um sich dann wieder blitzschnell dem Gegner zu widmen.

 

Bunt ist meine Lieblingsfarbe: Andreas und Kameraden vor dem Kauf der orangenen Trikots (2005)

 

Andreas hat – neben Kay – die meisten Ligaspiele für die BSG bestritten, immer als rechter Verteidiger. Sein größter Triumph war nicht ein Treffer in einem dieser Spiele, sondern wohl der Sieg vor einem Monat gegen die Zweite Mannschaft aus Wilhelmshorst.
Im Training versucht er sich gern auch vorn links, um dann – ganz wie ein anderes Großer, nach innen zu ziehen und den Torabschluss zu suchen. Gefürchtet sind auch Andreas´ Direktabnahmen bei Eckstößen, in den zehn Jahren BSG hat er so spektakuläre Tore erzielt.
Wie übrigens auch Treffer ins eigene Tor.

 

Glücklich verloren: Andreas im Kreis seiner Montagsfamilie nach der Pokalpleite gegen OFC Falkensee (2006)

 

Am 11. Juni feiert Andreas Geburtstag – wir gratulieren herzlich und freuen uns auf eine Kiste importierten „Balear de cervezas“.

 

 

Doppelvierer auf Mitte-Rechts

 

Steffen feiert Wiegenfest

 

August 2008, die BSG begrüßt einen neuen Trainingsgast, der sich schnell in die Leichtigkeit des BSG-Fußballspiels integriert: Steffen, damals Caputher, heute Babelsberger.

Eine bevorzugte Position im 3-1-2 der BSG hat Steffen nicht. Mal spielt er den Innenverteidiger, dann wieder als rechter Flügelstürmer. Bei Eckbällen steht Steffen gern und frei am langen Pfosten, nur um anschließend gekonnt einzuschieben.

 

 

 

 

 

Seine Frau übrigens wollte eines Tages unbedingt ihrem Mann beim Spaßfußball am Montagabend zusehen: Prompt verletzte sich Steffen. Und für kurze Zeit drohte das Karriereende; nicht wegen Sportinvalidität, sondern des häuslichen Friedens zuliebe.


Seinen Söhnen hat er Torriecher und Stellungsspiel erfolgreich vererbt. Der jüngste ist regelmäßig dabei, auch die anderen beiden kämpften schon gemeinsam mit Papa um Ball und Punkte für die BSG.

 

 

Alles Gute zum 44., Steffen.