Guido feiert am 11. seinen 43.

 

Ägypten, Tunesien, Irak. Überall stecken die Demonstranten Schuhe an lange Stangen, die sie dann hochhalten. Ein Zeichen des Protestes. Erinnert sich noch jemand an Said, den irakischen Reporter? An seinen „Schuhwurf von Bagdad“? Wie er beide Schuhe auszieht, ausholt und auf Präsident Bush abfeuert: In der islamischen Welt gelten Schuhe als unrein, an ihnen klebt der Schmutz der Straßen. Das Verhältnis der Muselmanen zu ihren Gehwerkzeugen ist gestört – so sieht es bestimmt Guido, Brandenburgs größter Schuhhändler. Seine Passion sind nämlich Schusters Rappen; in dritter Generation verkauft seine Familie Schuhe. „SchuhBaar“ – eine Institution in Potsdam.

Flotte Sohle, gern mit Pike: Guido, „die Lok“, gegen Lok

 

Guido ist seit dem ersten Trainingsspiel dabei. Zufällig schlenderte er an der alten Brille-und-Bauch-Arena vorbei. Nachdem er einige der BSG´ler aus lange vergangenen Schultagen wiedererkannte, bat er um Aufnahme in den elitären Kreis. Allein schon sein Hertha-Trikot prädestinierte ihn zum Mitkicken. Fußballspielen mit den Sportfreunden von der BSG Spielverständnis genügt ihm nicht: Auch im Judo, Volleyball, Bergsteigen testet er seine konditionellen Grenzen - schnaufend, wie beim Kampf um das runde Leder.

 

Herzlichen Glückwunsch, Guido!