Ein „Ooohh!“ und viele „Huuiiii!“

BSG erreicht dritte Runde im Wolfgang-Drescher-Pokal

Spieltag der Amateure – und Sky war live vor Ort. Mikrofon-Legende Fritz von „TuT“ ließ es sich nicht nehmen, das Pokalspiel der Potsdamer gegen die Töplitzer Inselkicker zu kommentieren.
Hier sein obligatorischer Arbeitsnachweis, ein Best-of der Bonmots von Thurn und Taxis:

 

Zitat des Spieltages: „Das ist einer, der eine Mannschaft befruchten kann.“ Fritz von Thurn und Taxis

BSG Spielverständnis Potsdam gegen Töplitzer Inselkicker 3 : 1

Aufstellung: Robert – Christoph – Uwi – Hans – Johnny – Andreas – Martin – Tom – Franz – Mike – Simon – Robert W. – Jan-Kay – Steffen – Marv – Hektor – Kay – Sebastian – Rob – Sebastian R. – Oliver – René

Getränkeservice: „Helle-Rauchzart“

 

 

    

Keine kennt die Ewigkeit

Die BSG und der Drescher-Pokal 2017/18

Das letzte Spiel zwischen den Töplizer Inselkicker und der Betriebssportgemeinschaft Spielverständnis Potsdam: Es fand noch nicht statt – somit wird das Pokalspiel zum jüngsten Derby der Fußballgeschichte.

Denken Sie Groß: Noch vier Jahre bis Berlin

Die Insel Töplitz liegt südlich von Rostock. Zwischen Stahnsdorf im Osten und Päwesin im Westen. Mit dem Festland verbunden ist Töplitz über drei Brücken. Erschlossen ist die Insel mit einer vierspurigen Autobahn. Die A10 verbindet den dünn besiedelten Süden der Insel mit dem nicht besiedelten Norden der Insel. Kurioser Weise existiert aber nur eine Anschlussstelle zu dieser Tangente.

Wie sang schon der Friseur von Sevilla: „Largo al factotum della città“. Largo la la la la la La!

Alles Weitere wird Geschichte und die ist schon jetzt schnell erzählt:

Wolfgang-Drescher-Pokal
Achtelfinale
Montag, 16. Oktober 2017
Anstoß 20:30 Uhr
Karl-Liebknecht-Stadion in Babelsberg
BSG Spielverständnis gegen Töplitzer Inselkicker

Orange gegen Grün.

 

 

Titelträumer

BSG Spielverständnis mit Freilos in die zweite Runde

 

 

 

 

Gottesacker

BSG mit Remis gegen Rehbrücke

Vor dem Rückblick auf das Freundschaftsspiel gegen die Alten Herren vom SV 05 Rehbrücke wollen wir noch einen Blick in das „innere Ich“ unserer BSG-Spieler werfen: Nein, wir sezieren jetzt nicht die Überwindung des Ödipuskomplexes im Kontext der Objektbesetzung durch die Mutter. Stellen wir uns einfach Gedankenblasen über den Köpfen der BSG´ler vor.

Christoph: Heute schieße ich ein Tor! Ein Superding, wie Marcelinho. Oder Bernd Schuster. Nach dem Spiel muss ich unbedingt mein Tinder-Profilbild aktualisieren...
Hektor: So wird Fußball gespielt, so steht es in der Fußball-Fibel! Linker Fuß, rechter Fuß – seitran: immer schön Tänzeln bei der Ballführung...
Simon: Holtby auf Müller! Der spielt rüber zu Ostrzolek, der passt zu Lasogga. Lasogga? Nein, raus aus meinem Kopf!!!
Johnny: Oggi io gioco come Giorgio! Sono Giorgio! Nee, ech ginn haut wéi Jeff Strasser ze spillen! Oppure volete Gennaro?...
Uwi: Reicht die XL-Packung Pampers? Morgen baut er sich seinen Turm allein, immer muss er meinen kaputt machen! Mist, ich hätte nicht so viel Hirsebabybrei essen sollen... 
Kay: (summend) Ich wollte ein Okapiposter. Und was schenkst du mir: Das ist kein Okapi – das ist ein Schabrackentapir...

Zuordnungsbedarf: Auf der Suche nach der richtigen Position

 

Okay, weg von den Synapsen, zurück zum Freundschaftskick auf Naturrasen. Was eigentlich auch nur bei geschlossenem Kopf intern, als im Selbstgespräch, kommuniziert werden darf, das rutschte nach diversen Fehlpässen, laschen Zuspielen, Abseitsstellungen und nach den beiden Gegentoren doch über die Lippen: „So´n Mist! Scheiße!“. Nein, wir BSG´ler leiden nicht unter Koprolalie, der krankhaften Neigung, obszöne Wörter auszusprechen: Denn das ist Fußballsprech auf und abseits des Platzes.

Gegen die Kicker aus Rehbrücke wählte die BSG Spielverständnis als Startformation ein 4-3-3. Schon nach Anpfiff wurde jedoch deutlich: Die BSG spielte mit Christoph als Ausputzer. Wann hat man das zuletzt gesehen? Der Krombacher-Doppelpass-Dauergucker weiß die Antwort – 1973, im Endspiel des Europokals der Landesmeister zwischen Ajax Amsterdam und Juventus Turin! Und ja, Wunschgedanken erfüllen sich: Christoph gelang mit einem sehenswerten 25-Meter-Distanzschuss das Führungstor – oft genug geübt beim montäglichen Spiel auf Kleinfeld, nur dass dann der Ball Richtung UNESCO-Weltkulturerbe segelt. Und dass sich Hektor nach seiner unvergesslichen Gala im Wolfgang-Drescher-Pokal 2014 (der „Drei-Tore-Hektonator“) wieder als Torschütze feiern lassen durfte – diese Anekdoten kennt nur der Freizeitfußball. Es war ein ausgeglichenes Spiel, das die Spieler in Orange und Azurblau mit Bauch zeigten. Dass die Rehbrücker erst in den letzten Minuten höher störte, kam den Gästen aus Babelsberg zugute. Das Spiel in die Länge ziehen, es funktionierte gut. 

 

Durchschnittsbürger: Von "A" wie Anwalt bis "Z" wie Zeitungsleser

 

Für die BSG wurde das Freundschaftsspiel zum Debütantenball: Gleich fünf Spieler liefen zum ersten Mal im orangefarbenen Jersey der BSG auf. Sebastian bekam immer wieder die Gelegenheit, sich mit seinem ersten Treffer in die Annalen der BSG einzutragen. Auch Simon und Martin zeigten Fähigkeiten im Tanz mit dem Ball, die bei den Veteranen Gefühlsovationen hervorriefen. Und Johnny, der erste BSG-Spieler mit Migrationshintergrund, er besann sich auf die Tugenden des Catenaccio Calcio: Robust grätschend, ballsicher verteidigend, ab und zu die unteren Extremitäten touchierend. Das funktionierte – bis zum umstrittenen Foulelfmeter. Nach dem Anschlusstor spielten die Hausherren intensiver, und ihnen gelang – aus stark abseitsverdächtiger Position – dann doch noch der Ausgleich. Dem Schiedsrichterjungen konnte kein Vorwurf gemacht werden: Welchen Film er wohl gerade in seinem Gedankenkosmos abspielte...

Nach dem Spiel, das allen Beteiligten – auch dem Fanclub der BSG – gefiel, folgte die Auswertung. Abseits der Arena, trotzdem auf der grünen Wiese: Bei Bier, Zigaretten, Mücken. Aber wie meinte schon Joseph Beuys: Jeder Mensch muss sich verschleißen. Wenn man noch gut ist, wenn man stirbt, ist das Verschwendung. Man muss lebendig zu Asche verbrennen, nicht erst im Tod.

Zitat des Spieltages: „Das Chancenplus war ausgeglichen.“ Lothar Matthäus

BSG SV 05 Rehbrücke Altherren gegen Spielverständnis Potsdam 2 : 2

Aufstellung: Robert – Christoph – Uwi – Johnny – Martin – Tom – Simon – Robert W. – Jan-Kay – Steffen – Marv – Hektor – Kay – Sebastian

Getränkeservice: „Steffi´s Perlen der Natur“ / „Roberts Sudetensaft“ / Kays „Hefe aus Duisburg-Beek“

 

 

Goldene Ananas

Freundschaftsrückspiel gegen den SV 05